Kalêko / Kästner: Eine literarische Annäherung

Rezitation: Susanne Buchenberger und Martin Wacker; Musikalische Interventionen: Hubert Eßer

Überliefert ist nur eine öffentliche Begegnung: anlässlich der Feierlichkeiten zum 100. Todestages von Heinrich Heine treffen Mascha Kalêko und Erich Kästner eher zufällig aufeinander. Laut Zeitzeugen versichern sie sich dabei ihrer Sympathie und eine gewisse poetische Verwandtschaft. Das scheint es gewesen zu sein - ein weiteres Treffen ist nicht bekannt, ein Briefwechsel nicht dokumentiert. Dabei verkehren sie in den zwanziger und dreißiger Jahren im legendären Romanischen Café in Charlottenburg und anderen Literatentreffs in Berlin, schrieben teilweise für dieselben Publikationen aber kamen dabei wohl nicht persönlich miteinander ins Gespräch.

Lesen wir ihre Texte in unserer Gegenwart, wird diese "poetische Verwandtschaft" mehr als deutlich. Zeitkritik, aber auch Blicke in die Abgründe unserer Existenz sind beiden gemein. Augenzwinkern, aber auch tiefe Melancholie beherrschen beide meisterlich. Sowohl Kalêko als auch Kästner waren der Nazi-Diktatur ein Dorn im Auge: Erich Kästner sah selbst mit an, wie 1933 auf dem Berliner Opernplatz seine Bücher verbrannt wurden, Mascha Kalêko durfte als Jüdin ihren Beruf nicht mehr ausüben.Sie emigrierte 1938 mit ihrer Familie in die USA.

Zum 125. Geburtstag von Erich Kästner schaffen Buchenberger und Wacker einen imaginären Begegnungsraum mit Texten der beiden großen deutschen Literaten.

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